Kurz hatten wir überlegt, wie wir den Weg zum Gletscher Grey erwandern könnten: Mit dem Auto zum Katamaran, mit dem Katamaran um 8 Uhr 20 über den Lago Pehoe, dann 4 Stunden zügig wandern zum Grey Gletscher, damit wir um 13:00 Uhr für das Schiff über den Lago Grey einchecken können und anschliessend mit dem letzten Bus vom Lago Grey wieder zurück zum Auto auf die andere Seite des Nationalparks fahren. Die Planung allein hat uns schon erschöpft. Gut also, sind wir nach der Wanderung gestern überhaupt nicht in Wanderlaune und können unser gemütliches Alternativ-Programm geniessen. Und so lassen wir im strahlenden Sonnenschein bei der Hosteria unsere müden Beine baumeln und machen uns kurz nach Mittag auf zur Schiffsrundfahrt über den Lago Grey mit Gletscherbesuch. Die Wartezeit bis zum Check-In überbrücken wir mit einem spontanen Mittagessen im Hotel Grey, bei dem der Kellner grosszügig den Weisswein nachschenkt. Der Wein ist mit Blick auf den schwarzen Kiesstrand vom Lago Grey auch wirklich fein. Leicht angeheitert stapfen wir über den Kiesstrand zu unserem Boot, das auf der Hinfahrt sanft über die Wellen gleitet. Schon bald begrüssen uns die ersten kleinen Eisberge, die uns nach dem Besuch vom Perito Moreno Gletscher allerdings nur mässig beeindrucken können. Beim ersten Gletscherarm angekommen, können wir aber nicht schnell fotografieren, um die sich ständig wechselnde Eislandschaft einzufangen.

Das Sonnenlicht bricht sich blau in den Eisblöcken, weil… hier kommt noch ein Exkurs von Claus und noch weitere Fotos.

Der Willkommens-Pisco Sour wird selbstverständlich über einem Gletschereiswürfel serviert.

Genau pünktlich zur Rückfahrt wechselt das patagonische Wetter auch wieder und vom inzwischen wolkenverhangenen Gletscher weht uns ein eisiger Wind nach. Am Refugio Grey, dem Campingplatz am Fusse des Gletschers, lesen wir noch zwei Wanderinnen auf. Wenig reumütig ob unserer nicht durchgezogenen Wanderung schauen wir den beiden zu, wie sie sich humpelnd und O-beinig zum Steg bemühen….Am Ausgangspunkt unserer Rundfahrt angekommen, hat sich das Wetter in den berühmt berüchtigten patagonischen Regensturm mit starken Böen gewandelt, die wir im chilenischen Teil Patagoniens bisher noch gar nicht erlebt hatten, und so kommen alle unsere schon vergebens mitschleppt gemeinten Kleidungsschichten rasch zum Einsatz.

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