Heute ist ein “dia del descansar”, ein „Tag zum Ausruhen“, nachdem wir gestern zwischen all den Programmpunkten noch nicht mal dazu gekommen sind, auszupacken. Am Kaminfeuer auf einem durchgesessenem Sofa fläzend riechen wir zwar bald wie ein Landräucherschinken, aber draussen rüttelt der Wind an den Wellblechverschlägen der Estancia und pfeift durch die Fenster.
Der kurze Ausritt gestern hat uns doch besser gefallen als gedacht, und wir haben uns für den langen Ausritt am Nachmittag eingetragen.
Schon ein wenig geübter als gestern schwingen wir uns aufs Pferd und können schon über die anderen Tagestouristen lächeln, die noch etwas unbeholfen mit den Zügeln hantieren. Nach fast 2 Stunden langsamen Trotts durch die Hügel der 150 Hektar grossen Estancia, lockt unsere Pferde der warme Stall und sie starten in den Gallop. Da ist es dann auch aus mit der selbstzufriedenen Gelassenheit: statt geschmeidigen Hin- und Herwiegen werde ich unsanft im Sattel auf und ab geworfen. Das Pferd ist gut dressiert und fällt nach einem kurzen Ruck an den Zügeln wieder in den Schritt. Das Spiel machen wir noch ein paar Mal, bis wir vom Dauer-Nieselregen ziemlich abgekühlt endlich wieder in der Estancia am Feuer sitzen.





